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Eine Disziplin, zwei Titel. Ursula Mayer und Maris Newerkla vom PSV Freistadt, die Titelträger*innen Tête-à-tête 2022 in Österreich. Foto Nikolaus Newerkla, Quelle: meinbezirk.at

 

Während vor knapp zwei Wochen im französischen Bergerac 128 Damen um den 7. Petanque-Meisterinnentitel im Tête-à-tête feminin kämpften, gingen in Fürth 128 deutsche Damen und Herren gemeinsam bei der 40. für die Geschlechter offenen Deutschen-Petanque-Meisterschaft 1:1 auf Titeljagd.

Gewonnen hat mit Jan Garner ein Mann, nein nicht zum vierzigsten Mal. 1984 registriert der DPV mit Maria Fox tatsächlich eine Einzel-MeisterIN. Ein statistischer Ausrutscher, wenn man so will, der die Regel bestätigt, denn von den bisher vom DPV registrierten 160 Podiumsplatzierten der Tête-à-tête-Titelkämpfe ist Maria Fox die einzige Frau in langen 40 Jahren DPV-Tête-à-tête-Geschichte.

In Fürth waren von den 128 Gestarteten nur 7 weiblichen Geschlechts. Immerhin, denn in den Jahren 2012 und 2009 schafften es jeweils nur 2 Damen zur DM. Da muten die Jahre 2014 mit 13 und 2017 mit 12 beteiligten Spielerinnen gradezu als Frauenschwemme an.

Hier ein Überblick über den Damenanteil bei den vergangenen 11 Deutschen Einzel-Meisterschaften:
2022/7, 2019/5, 2018/11, 2017/12, 2016/11, 2015/11, 2014/13, 2013/2, 2012/9, 2011/3 und 2010/6.

Nach 40 Jahren Meisterschaft 1:1 sollte damit erkennbar sein, dass die geschlechteroffene Meisterschaftsform Frauen krass benachteiligt. In vielen anderen nationalen Verbänden wie Frankreich, Österreich, Spanien oder den Niederlanden hat man die Unterschiede in der Spielanlage und -stärke erkannt und schreibt das „Tête“ nach Geschlechtern getrennt aus, oder lässt es, wie in der Schweiz beispielsweise, ganz bleiben und verzichtet komplett auf dessen Austragung.

Von den ca. 14.000 Lizenzierten im DPV sind weitaus mehr als ein Viertel Frauen (DPV-Statistik 2020), aber das schlägt hierzulande nicht in der Gestaltung der Meisterschaften und Qualifikationen durch. Es gibt in den LVs und auch beim DPV kein Verfahren, das den Frauen das ihnen zustehende Recht, zumindest in Form einer proportionalen Beteiligung an offenen Meisterschaften zugesteht. Man macht sich Gedanken über Setzplätze, LV-Proporz, Startplätze nach Quantität und nach Qualität, aber nicht über das naheliegendste in einer Demokratie, die Gleichberechtigung. Das ist arg, hier sind die Vereine, die Landesverbände und der DPV dringend gefordert.

Frankreich hat sich lange Jahre schwer getan, Frauen gleichberechtigt in den Sportbetrieb zu integrieren. Das ist nun seit einiger Zeit anders. Aktuell gibt man in der FFPJP Frauen wie Männern mit eigenen Meisterschaften in allen 3 Disziplinen 1:1, 2:2 und 3:3 volles Recht, dazu kommen das Doublette mixte und in Zukunft auch das Triplette mixte.

Das sollte Vorbildfunktion haben, wenn man es mit der Gleichberechtigung ernst meint, alles andere wirkt altbacken.

Roland Netter

 

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