Ein Weltklasse-Triplette mit Rocher, Lacroix und Robineau kriegt ein Fanny in 5 Aufnahmen beim Halbfinale des Turniers PPF 2016 in Lyon. Das relativiert die eigenen Fannys wieder ein bissl, soll aber nix entschuldigen. Absolut sehenswerte Partie.
Ein Weltklasse-Triplette mit Rocher, Lacroix und Robineau kriegt ein Fanny in 5 Aufnahmen beim Halbfinale des Turniers PPF 2016 in Lyon. Das relativiert die eigenen Fannys wieder ein bissl, soll aber nix entschuldigen. Absolut sehenswerte Partie.

Türk de précision • Yağmur Tosun TUR wird Europameisterin im Zielschießwettbewerb der Frauen durch einen Finalsieg gegen Ranu Homniam aus Norwegen. Nach dreimal Gold und einmal Silber in den Altersklassen-Bewerben ist dies der vierte Sieg bei den kontinentalen C.E.P.-Championnaten 2026 im griechischen Loutraki. Bronze im Triplet der Damen vervollständigt die anatolische Medaillensammlung. Rang 1 für die TBBDF in der Altersklassen übergreifenden Nationenwertung.
Belgien zu stark • Nach fabelhafter Vorrunde, u.a. Frankreich geschlagen und einem knappen 13:11-Sieg im AF gegen Norwegen setzte es für das DPV-Frauenteam gegen die Titelverteidigerinnen aus Belgien eine klare 2:13-Niederlage im VF. Im Endspiel setzte sich Belgien gegen Frankreich durch, Bronze für die Türkei und Spanien. Der DPV bleibt damit ohne weitere Medaille bei den CEP-Europameisterschaften. Bronze in Loutraki errangen Maria Hein (Tir Juniors) sowie die Triplets female bei Juniors und Espoirs.
Titelverteidigerin schon raus • Sara Diaz Reyes ESP, Dominatorin der letzten CEP-Meisterschaften 2024 und 2022 hat die Finalrunden im aktuellen Tir-Wettbewerb der Frauen in Loutraki klar verpasst. Auch Lichte GER und Traub AUT ausgeschieden. Nach dem Vorkampf vorne: Tosun TUR, Peyre FRA, Homniam NOR.
Arm • Weder auf ihrer offiziellen Website noch auf einer Extra-Homepage für die Meisterschaften Juniors und Espoirs im griechischen Loutraki hat es die C.E.P. geschafft, zeitnah Ergebnisse ihrer aktuellen sportlichen Wettbewerbe zu veröffentlichen. Interessenten wurden auf kommerzielle Plattformen mit vertraglicher Bindung gezwungen.
Manche Verbandsverantwortliche kapieren bestimmte Prinzipien im demokratischen Miteinander ganz offensichtlich nicht.
Vollständige Resultate mit Verspätung nun auf https://www.cep-petanque.com
Türkische Top Tireure • Mit zwei Gold- und einer Silbermedaille erweist sich der Türkische Verband bei den C.E.P.-Europameisterschaften für Junioren und Espoirs in den Tir-Wettbewerben im griechischen Loutraki als europäische Spitze im Nachwuchsbereich. Auch Ungarn und Italien mit Titelgewinnen. Frankreichs Topfavorit Herleman rettet geradeso mit einer Silbermedaille Frankreichs Ehre. Der DPV darf sich über Bronze durch Exweltmeisterin Maria Hein freuen.
Türkische Mädelspower • Mit drei Goldmedaillen bei den EM Juniors der CBI im italienischen Pedrazzo vom 21. bis 26. September 2026 war Zilan Atila vom türkischen Verband die überragende Athletin der Veranstaltung. Zwei weitere Goldmedaillen gingen an Italien. Der BBD errang überraschend eine Bronzemedaille durch Annika Ihm (Niederstotzigen) / Anton Struch (Anhausen) im gemischten Doppel.
Philippe Quintais, seit Anfang des Jahres für das nationale französische Frauenteam Petanque zuständig, ist von FFPJP-Sportdirektor Patrice Rodriguez de facto entmachtet worden. Rodrigzez, der ursprünglich vom Rugbysport zur FFPJP gestossen ist, hat kurz vor den Europameisterschaften Damen (08./11.10. Griechenland) eigenmächtig das Team nominiert. Vorausgegangen waren Streitigkeiten innerhalb des Damen-Kaders und Weigerungen einzelner Spielerinnen mit Quintais zu kooperieren. Die FFPJP redet um den heissen Brei herum und fordert Respekt, benennt aber weder Namen noch konkrete Vorgänge und ist letzlich Teil des Problems.
Finale français • Im Endspiel der 44. Deutschen Petanque-Meisterschaften Tête-à-tête (Einzel) im Beelen (NRW) am 19./20. September standen sich erstmals in der DPV-Geschichte zwei Franzosen gegenüber. Der vierundvierzigjährige Clement Melnikoff für Viernheim am Start musste sich dem erst neunzehnjährigen Thibaut Puchot (Hanweiler) deutlich mit 3:13 beugen. Der Sieger kommt ursprünglich aus dem lothringischen Forbach-Creutzberg. 2015 verhinderte Jan Garner ganz knapp ein rein französisches Endspiel, als er den Elsässer Jonathan Albiger im HF der Meisterschaft mit 13:11 am Einzug ins Finale gegen den späteren Meister Anthony Caquelard hinderte.
Dicke Marie • bat4pro, ein französisches Unternehmen für schlüsselfertige Sport- und Fitnesseinrichtungen hat Petanque als Werbeträger entdeckt. Angestiftet vom belgischen Exweltmeister "Claudy" Weibel entsteht für die Saison 2027 mit dem Geld der Firma von Stéphane Riviere ein "Rennstall bat4pro", der auf Meisterschaften und Nationals in Frankreich für Furore sorgen soll. Neben Weibel selbst hat sich eine illustre Truppe von ca. 20 internationalen Cracks wie Bruno Le Bousicaud, Stephane Robineau, Myron Baudino, Yohan Cousin, Logan Baton und vieler anderer um den Geldtopf geschart. Ein genialer Schachzug Weibels wie es scheint, potentielle Kundschaft für seinen Sponsor bietet das Petanquewesen im Überfluß, sowohl im Carré als auch der Tribüne. lamarseillaise/sportmag.
Spitzensportler übernimmt Spitzenamt • Der gebürtige Berliner Ronald Rauhe, zweifacher Kanu-Olympiasierger und vielfacher Weltmeister überimmt als verantwortlicher Staatsminister das Referat für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt unter der Führung von Friedrich Merz. Rauhe, der parteipolitisch bisher noch nicht in Erscheinung getreten ist, folgt der vor Wochen entlassenen Christiane Schenderlein (CDU) nach. Mit der neu aufgebauten Spitzensportförderung und der deutschen Sommer-Olympiabewerbung warten große Aufgaben auf den einstigen Spitzensportler.
Staatsminister stehen im Gegensatz zu regulären Bundesministern keinem eigenen Ministerium vor, sondern sind gleichbedeutend mit parlamentarischen Staatssekretären in einem übergeordneten Bundesministerium als Resortleiter angesiedelt.
Christiane Schenderlein, die in Sportkreisen wertgeschätzte Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, wurde von Bundeskanzler Friedrich Merz im Juli ohne plausiblen Grund entlassen. Zum Thema um diese für den deutschen Sport wichtige Personalie ein Beitrag auf www.sportschau.de
Sprung nach oben • Madagaskar machte 2026 in der Weltrangliste BRS, veröffentlicht auf boulistemaroc.com einen kräftigen Satz nach vorn. Durch drei Welttitel bei den Junioren sowie acht Medaillen bei den Championnaten der Afrikazone 4 kletterte der Verband von der "Grande Île" im Ranking von 7 auf 4. Dafür rutschen Italien, Belgien und Monaco leicht ab. Unverändert vorn liegen Frankreich vor Thailand und Spanien. Deutschland, Tunesien sowie Vietnam noch in den "Top ten".
Historisch • Eine Petanquepartie ist nach geltenden Regeln gewonnen, wenn eine Formation 13 Punkte erreicht hat. Dafür sind höchste Konzentration und Präzision bis zur letzten Kugel nötig. Dem Team des DPV gelang diese Aufgabe in den 14 Pflicht-Begegnungen der Masters de Petanque 2026 kein einziges Mal, obwohl die Europameister in einigen Matches zwischenzeitlich schon deutlich in Führung lagen. Ein nie dagewesener Vorgang in 26 Jahren MdP-Geschichte. Zwar blieb eine Equipe Dubreuil 2005 ebenfalls ohne jeglichen Erfolg, absolvierte aber dem damaligen Modus geschuldet lediglich sieben Partien.
Odyssee vorzeitig beendet • Beim internationalen Petanqueturnier für Triplettes "Odyssée des Nations" in Montpellier (10./14. August) musste die DPV-Formation Sascha Koch, Sylvain Ramon, Moritz Rosik in 5 Runden Vorkampf "System Swiss" drei Niederlagen hinnehmen, u.a. 4:13 gegen Team Andorra und verpasste damit die Endrunde klar. Platzierung: Rang 46 von 66 gelisteten Teams. Ungeschlagene Gewinner des Vorkampfes: Bonetto, Lacroix, Feltain, alle FRA. Der Turniersieg ging an das Trio Cazes FRA, Robineau FRA, Chiapello ITA vom Club Fréjus IP.
Qualidruck • Im südfranzösischen Departement Var tummelt sich mehr Petanque-Weltklasse als bei Weltmeisterschaften. Trotzdem kann sich auf der Varischen Departementsmeisterschaft im Doppel Männer an diesem Wochenende in Lorgues nur ein Team für das Championnat de France 2026 qualifizieren. Nicht die ganze Var-heit: Das Doppel Lacroix/Doerr aus La Crau ist als Vizemeister 2025 schon automatisch beim CdF 2026 startberechtigt und über die Regionsmeisterschaften PACA können noch zwei weitere Plätze für die Meisterschaft in Saint Florentin ergattert werden.
Anna Viktorovna Arzhanova (Russland) wurde am 25. April 2026 mit den Stimmen von 29 IWGA-Sportverbänden (von 39 anwesenden) zur Präsidentin der International World Games Association gewählt. Sie tritt die Nachfolge von José Peruena (81) aus Spanien an. Die IWGA vertritt die Sportarten, die nicht Bestandteil der Olympischen Spiele sind, so auch Kugelsport (Petanque, Sportboules, Bocce, Bowls). Arzhanova ist nach Darstellung des russischen Nachrichtendienstes Rambler "Meisterin im Schießsport, Ingenieurin und Ökonomin, Unternehmerin und erfolgreiche Sportmanagerin. Sie war begeisterte Speerfischerin und eine der Gründerinnen und Präsidentin des russischen Unterwassersportverbandes". Arzhanova vertrat den Unterwassersport-Weltverband und hatte Sitzt im Exco der IWGA. Die nächsten Worldgames finden 2029 in Karlsruhe Deutschland statt.
Früher Vogel • Bereits zwei Spieltage vor Saisonschluss stand Vorjahresmeister JBC 't Dupke als neuer niederländischer Titelträger in der Nationale Petanque Competitie (NPC) 2025/2026 fest. Der Club aus Sint-Michielsgestel hat sich damit erneut für den EuroCup (5./8. November) im französischen Sin-le-Noble qualifiziert. Im Vorjahr reichte es für die Brabanter zu einer AF-Teilnahme. Hollands Vereinsmeisterschaften werden Saison übergreifend im Winterhalbjahr ausgetragen, nicht unpraktisch, so bleibt der Fokus im Sommer auf den Individualturnieren.
Madame Président • Die Schweiz ist in Punkto Frauenwahlrecht ein europäischer Nachzügler. Ein Männer-Volksentscheid verhinderte 1959 noch die Umsetzung eines Parlamentsbeschlusses. Erst 1971 trat das Frauenwahlrecht auf Bundesebene in Kraft, im Kanton Appenzell, (Myn Vattr isch en Appenzeller, Trüvi düvi düvido, der frißt de Chäs mitsamt em Täller, Trüvi düvido) hielten die Männer sogar noch bis 1990 allein die Stellung. Die Zeiten sind vorbei, in der anerkannten Männerdomäne Petanque scheinen nun helvetische Avantgardist*innen zu Gange. Die Fédération Suisse de Pétanque wird seit 7. März 2026 mit Petra Ziswiler von einer Frau geleitet. Reschpäkt! Die neue Präsidentin stammt nicht, wie ursprünglich angegeben, aus Fribourg, sondern ist eine gebürtige Bündnerin und lebt aktuell im Kanton Luzern. Nachtrag 14.04.: Danke für die freundliche Korrektur aus der Schweiz.

PÉTANQUE?
Geschichte und Beschreibung wikipedia
Die internationalen Petanque-Regeln deutsch
Die zugelassenen Wettkampfkugeln und Zielkugeln (FIPJP)
Die Weltmeister*Innen wikipedia
Die Deutschen Meister*Innen DPV-Archiv
Diverse Petanque-Links auf qlaq.de