
Potentiell landwirtschaftliches Gelände statt Bouleterrain. Bildschirmfotofr3
Der Baubeginn des 2022 beschlossenen Baus eines Nationalen Boulesport-Leistungszentrums durch den französischen Verband für Petanque und Jeu provençal FFPJP im Ardèche-Dörfchen Chomérac zieht sich hin.
Der Umweltschutz hat Vorbehalte gegen das 10-Millionen-Projekt auf der grünen Wiese angemeldet, sieht sowohl Artenvielfalt, als auch die Ruhe der Anwohner sowie das geschützte Ortsensemble bedroht. Eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung wird das Projekt nun weiterhin verzögern. Umweltschützer betrachten den geplanten Baugrund als "un terrain potentiellement agricole". Auch die regionale Umweltbehörde MRAe entschleunigt das Verfahren durch eher gemächliche Gangart, konnte sie doch erst im Oktober vergangenen Jahres Empfehlungen aussprechen, die in die nun laufenden Verträglichkeitsprüfungen einfließen sollen.
Ob die Bauarbeiter wie von anderer Seite sehnlichst erhofft in 2026 anrücken können, erscheint zweifelhaft. François Arsac, Mitte-Rechts-Bürgermeister hält alles für absolut überflüssig und unverantwortlich. Eine Studie im Auftrag der Gemeinde sieht nämlich durch das "Centre Michel Debois" nichts und niemanden gefährdet, sondern vielmehr eine einmalige Chance für Chomérac.
Quellen: applo.clubeo.com, ledauphine.com, fr3
Bemerkung: Frankreich hat übers Land verteilt eine Unzahl an Hallen, Terrains und Einrichtungen für den Kugelsport. Petanquer*innen in Frankreich geht nichts ab. 10 Millionen Euro, dabei wird es wahrscheinlich nicht bleiben, nur für die Befriedigung der Prunksucht eitler Funktionäre sind vergeudetes Geld, das dezentral im Schul-, Jugend- und Kindersport weitaus zukunftsträchtiger angelegt wäre.

