Nachdem vor 14 Tagen mit der Equipe de France, der erste Bewerber auf den Titel für die diesjährige Ausgabe der Masters de Petanque vorgestellt wurde, überrascht uns Veranstalter Quarterback mit einer Wild Card für Diego Rizzi und seine Squadra Azurra, bestehend aus Alessio Cocciolo, Fabio Dutto und Saverio Amormino.
Diego Rizzi, der beim Final Four 2017 als Sieger noch zum MVP gewählt wurde, konnte sich ebenso wie seine Mitstreiter nicht regulär für die 20. Ausgabe der großen Petanque-Soap-Opera 2019 qualifizieren. Die Freude wird groß sein, ebenso die Ambitionen. Das angestrebte Final Four ist den Italienern zuzutrauen.
Rizzi den die Franzosen als großen Gegenspieler Dylan Rochers betrachten, ist aktueller 1:1-Europameister und zusammen mit den mehrfachen italienischen Meistern Dutto und Cocciolo Vizeeuropameister 3:3. Weitere Meriten sind eine Silbermedaille bei der letzten WM-1:1, Bronze im Tir bei der WM in Desbiens und EM-Bronze im Tir. Nicht zu vergessen der Titel 2:2 zusammen mit Dutto und Weltrekord im Tir bei den Worldgames in Breslau.
Der erst 21jährige Saverio Amormino hat schon einen U-23-EM-Titel im Tir de précision im Portfolio und gilt als Italiens große Nachwuchshoffnung. Coach des Teams wird Riccardo Capaccioni sein. Mit Ausnahme von Dutto. der in Cuneo spielt, treten alle anderen für den Circolo ASD San Giacomo aus Imperia an, der beim vergangenen EuroCup erst im HF dem späteren Sieger C.A.S.E. Nizza unterlag.
Pressemitteilung: Quarterback
Der Versuch der C.E.S.B. (Europäische Konföderation der Kugelsportarten), bei den Europäischen Spielen 2019 in Minsk/Weissrussland Fuß zu fassen, ist gescheitert. Das Auswahlkommitee der European Games wimmelte die europäischen Kugelsportler ab und wollte ihnen nur eine Teilnahme am Kulturprogramm rund um die Wettkämpfe zugestehen.
Die C.E.S.B. unter Mike Pegg zog daraufhin ihren Antrag zurück. 2023 soll nun ein neuer Anlauf unternommen werden. Für 2020 ist in Italien eine eigene europäische Veranstaltung mit allen Kugelsportdisziplinen geplant. Die C.E.S.B. vereinigt die die Kugelsportverbände C.E.P. (Petanque), C.E.R. (Raffa/Boccia/Volo) und F.E.B. (Boule Lyonnaise) unter einem Dach. Beim abgelaufenen Treffen der C.E.S.B. in Luxemburg wechselte turnusgemäß der Vorsitz von Mike Pegg / C.E.P. auf Bruno Casarini / C.E.R.
Die Europaspiele sind ein Zusammenschluss der Europäischen Olympischen Komitées mit dem Ziel , zwischen den olympischen Winter- und Sommerspielen ein „Eurolympia“ für olympische und nichtolympische Sportarten zu veranstalten. Die erste Ausgabe der Europaspiele in Baku / Aserbeidschan 2015 vereinte 50 Nationen mit 6000 Athleten in 20 Sportarten und 255 Einzeldisziplinen. Russland und der Gastgeber räumten bei den Medaillen ab. Daß Aserbeidschan nicht zu Europa gehört, schien die Euro-Olympier nicht zu stören, auch nicht das autokratische Regime des Landes, das den Staatspräsidenten innerhalb der Familie Eliyev auskartelt. Die Niederlande hätten erster Gastgeber sein sollen, sagten aber ab. Die diesjährigen Spiele in Minsk im Mai beweisen eine ausgeprägte Affinität der europäischen Olympiafunktionäre zu autokratischen Regimen, darf doch mit Alexander Lukaschenko, "der letzte echte Diktator Europas" als Veranstalter glänzen.
Apropos Diktatur. Unser europäischer Petanque-Dachverband hat wie viele Petanqueinstitutionen eine ausgeprägte Neigung, seine spärlichen Informationen einer breiten Öffentlichkeit vorzuenthalten. Stattdessen bedient er vorzugsweise jenen Kreis mit Neuigkeiten, der sich dem Datenmonopolisten Facebook Inc. vertraglich ausliefert. Die Besucher der allgemein zugänglichen Website werden kurzgehalten und abgewimmelt.
Nachtrag: Neuerdings spiegelt die C.E.P. ihr Facebook-Konto als Faksimile auf die öffentliche Homepage. Gute Ideen schauen anders aus, jetzt entkommt man den Datensaugern überhaupt nicht mehr.
Bol d' Or, Foto: integrale-guilerienne.com
Traditionell im Frühjahr zieht es die Golden Boys und Girls der Petanqueszene an Kataloniens sonnige Küste zum Abfeiern bei "Boule all inclusive".
Sport Organisator Latitude Sud sport lädt zusammen mit dem Aqua Hôtel ****Aquamarina nach Santa Susanna zum traditionellen Bol d’Or Vétérans. Die diesjährige 11. Ausgabe der Petanquefete steigt vom 7. bis 12. April. 6 Tage Petanque und Party für rund 400 €. Die Teilnehmerzahl ist auf 256 Trios bei den Männern limitiert, bei den Damen dürfen gar nur 80 Teams mitmachen. Das sorgt zwar für ein Genderungleichgewicht, zeitigt aber volle Bars. Tagsüber ist dauerhafte Beschäftigung auf der weitläufigen Anlage garantiert, es werden Preise bis runter ins H-Finale ausgespielt. Eine Tombola mit attraktiven Überseereisen lockt. Stattliche 22.000 € stehen insgesamt zur Ausschüttung bereit. Und, die Abende sind traditionell lang. Interessierte schauen hier.
petanque-aktuell.de berichtet über ein DPV-Kadertreffen im saarländischen Gersweiler am vergangenen Wochenende.
Interessant am eher allgemein gehaltenen Bericht, der sich hauptsächlich über „Atmosphärisches“ auslässt, die Präsentation eines erneuerten Trainerteams, dem neben Bundestrainer Philipp Zuschlag nun auch BPV-Präsident Sebastian Lechner vom BC Oettingen als Co-Trainer angehört. Frank Lückert (Rüsselsheim), Andreas Kreile (Schweinfurt) und Martin Peter werden als dessen weitere Mitglieder ohne genaue Funktionsbezeichnungen aufgeführt.
Im Rahmen des Trainings durften namentlich nicht genannte DPV-Trios bei einem offenen Hallenturnier vor Ort mitmachen, konnten jedoch nicht überzeugen. Darf man Jannik Schaakes Bericht (Quellenangabe DPV) Glauben schenken, war das vorrangige Ziel des Lehrgangs eher die Förderung von "Teambuilding und Kommunikation". Gute Laune und Spaß wurden betont, auch, daß der Kader „offen“ sei. Das Fazit von P. Zuschlag: „Der Lehrgang hat gezeigt, wo das Coachteam ansetzen muss um SpielerInnen zukünftig noch gezielter ansprechen und entwickeln zu können“.
Einen Hinweis auf der Homepage des DPV zur Veranstaltung oder zu Veränderungen im Kader und Trainerteam sucht der Boulefreund vergeblich. Selbst auf der beim DPV gern genutzen kommerziellen Internetplattform steht nichts. Lagert der DPV seine magere Berichterstattung nun aus? Wenn damit aktuelle Vorgänge im DPV endlich zeitnah für Jedermann an die Öffentlichkeit kämen und sich eine gewisse Professionalisierung in der Öffentlichkeitsarbeit entstände, wäre dagegen nichts einzuwenden. Vielleicht wird ja petanque-aktuell.de nun offizielles Organ des DPV. :)
Die sind fix, die Franzosen: Wie Jean-Yves Peronnet, der technische Direktor der FFPJP laut Boulistenaute mitteilt, steht das Team für die 3:3 Veterans-EM im September 2019 bereits jetzt schon fest.
Neben den frisch gebackenen PPF-Finalisten Christian Fazzino und Jean-Marc Foyot wurden Fernand Rivière vom Clubmeister CASE Nizza und Michel Briand, erster der Rangliste Veterans 2018 nominiert. Das Team wird laut Peronnet während der Saison mehrere Nationals gemeinsam bestreiten um sich für Albuena / Bulgarien einzuspielen.
1992 holte Foyot seinen ersten und einzigen 3:3-Seniors-WM-Titel. Zusammen mit Fazzino und Monard stand er beim Championnat im italienischen Aosta ganz oben auf dem Stockerl. Fazzino ist vierfacher 3:3-Welttitelträger bei den Seniors. 1998 beim letzten Triumph in Maspalomas / Gran Canaria war neben Quintais, und Choupay auch schon Michel Briand dabei.
Wenn die Rauchsignale stimmen, hat sich die D.T.N. der FFPJP schon sehr zeitig für die Athleten entschieden, die für Frankreich bei den kommenden 5 Pétanqueweltmeisterschaften im Mai in El Ejido / Spanien zum Einsatz kommen sollen.
Im Doublette Frauen sind dies die aktuellen 3:3-Europa- und Weltmeisterinnen Angélique Colombet und Charlotte Darodes. Beim Männerdoppel entschieden sich die Verantwortlichen für die 3:3-Weltmeister Henri Lacroix und Philippe Suchaud.
Wie Boulistenaute weiter meldet, sollen A. Colombet und P. Suchaud das 2:2 mixte Turnier bestreiten. Die beiden gehören dem gleichen Verein an (Arlanc) und "können es recht gut miteinander". Die Einzel sind Lacroix und Darodes vorbehalten. Quelle Boulistenaute