Im erstmals ausgetragenen Tir-Wettbewerb bei den Mittelmeerspielen holt sich Weltrekordmann Diego Rizzi / Italien durch ein 39 : 29 gegen Bruno LeBousicaud (FRA) den Titel. Bronze geht an Abdessamad El Mankari / Marokko, mit 46:23 gegen Alessio Cocciolo / Italien.
Gold bei den Damen für Tunesien. Favoritin Mouna Beji gewinnt mit 26 : 9 gegen Celik Gulcin aus der Türkei. Auch Bronze geht hier nach Tunesien, Asma Belli schlägt die Italienerin Jessica Rattenni mit 25:16. Mit 55 Zählern durch Le Boursicaud und 42 durch Beji wurden die jeweils höchsten Scores in der Hoffnungsrunde bzw.Vorrunde errreicht.
Doppelwettbewerb: Bei den Damen gewinnt Frankreich Poule 1 ungeschlagen vor Tunesien. Im Poule 2 dominiert Spanien, die Türkei hier auf Platz 2. Frankreich fertigt die Türkei im Semifinale mit 13:0 ab und Tunesien gewinnt das zweite Halbfinale gegen Spanien klar mit 13:5. Das Finale sieht einen knappen Sieg der Tunesierinnen. Mouna Beji holt sich zusammen mit Asma Belli ihr zweites Gold nach dem Sieg im Tir, mit knappem 10:9 im Finale gegen Frankreichs Angelique Colombet und Ludivine D’Isidoro. Damit gelingt die Revanche für die Niederlage im Poule. Bronze geht an Spanien durch einem klaren 13:5-Sieg gegen die Türkei.
Bei den Männer beginnt die Gruppenphase in Poule 1 mit einer knackigen 1:13 Niederlage für Frankreich gegen Tunesien, La France steigt trotzdem zusammen mit Tunesien ins Halbfinale auf. Chef in Poule 2 ist die Equipe Marokko, ungeschlagen vor Italien. Im Semifinale 1 setzt sich Italien nach zähem Kapf gegen Tunesien mit 9:7 durch, Frankreich macht mit Marokko kurzen Prozess, 13:2 der Endstand. In der Partie um Bronze obsiegt Tunesien mit 13:8 im Kampf gegen Marokko. Die Goldmedaille holt sich Frankreich mit Bruno Le Boursicaud und Damien Hureau. 12:9 lautet das Endergebnis im Finale gegen die Italiener Diego Rizzi und Alessio Cocciolo.
Bundescotrainer Philipp Zuschlag nimmt in einem Interview auf Petanque aktuell zur Nominierung von Raphael Gharany für die WM Stellung und bezeichnet Raphael als ersten deutschen Profibouler. „Er wird dafür bezahlt, dass er jeden Tag Boule spielt. Das ist eigentlich das Beste was man sich als Bundestrainer wünschen kann. Wir sollten ihn also nicht in Frage stellen, nur weil wir ihn seltener auf deutschen Plätzen sehen. Wir sollten uns freuen, dass wir in Deutschland solche Chancen haben.“ P. Zuschlag weiter: „In Schweden gibt es das sehr erfolgreiche Konzept der Boulebars und Raphael ist in Stockholm in einer Boulebar als Bouletrainer und Manager angestellt. Er arbeitet seit April in Stockholm“. https://petanque-aktuell.de/hintergruende-der-wm-nominierung/
Boulebar präsentiert sich beim Blick ins Internet als eine Restaurantkette, die in Stockholm, Göteborg, Malmö, Örebro und Kopenhagen acht Systemrestaurants im Franchisesystem betreibt. Nach eigenen Aussagen will Boulebar „Menschen entspannen und zum Lächeln bringen, indem sie bei Boule und wirklich gutem Essen in stimmungsvollen Rahmen den Alltagstrott für ein paar Stunden vergessen“. Boulebar möchte mit seiner Erlebnisgastronomie südfranzösischen Lebensstil verkaufen. „Boule Grand“ eine Kombi aus „French Dinner“ und „stylish Boule“ mit einem „dedicated guide“ in 90 Minuten, lautet ein Angebot, auch als 3-Stunden-Mini-Urlaub für 545 Schweden-Kronen pro Nase zu haben. Nachdem man die Gäste getränkt und a la française abgefüttert hat, folgt das „Das Boule-Abenteuer mit einem kurzen Überblick über Regeln und Besonderheiten. Danach gibt es ein lustiges Turnier, bei dem unsere nerdigen Guides Sie beobachten, beraten und führen“.
Ein harter Job wie es scheint, für den „nerdigen Guide“, ein aufgekratztes und alkoholisiertes Publikum allabendlich mit Boule zu bespassen. Ob damit der Animateur zum Profibouler wird, bleibt zu diskutieren. Auch ein nachhaltiger Trainingsgewinn aus diesen „perfektesten Bedingungen“, scheint nicht gewiss. https://www.boulebar.se/
Genugtuung für die Equipe Madagaskars. Das Team des amtierenden 3:3-Weltmeisters, das bei der ersten Etappe in Chateaurenard wegen eines fehlenden Visums nur mit 2 Mann antreten durfte und sieglos blieb, revanchierte sich bei der zweiten Etappe in Le Puy-en-Velay eindrucksvoll. Komplettiert mit Tiana Laurens Razaadrakoto, gelingt Allain Mandiby und Lahatra Randriamanantany ein 13:9 gegen Claudy Weibels Equipe International (ohne den bei den Mittelmeerspielen eingesetzten Diego Rizzi) sowie im Halbfinale eine klares 13:7 gegen die favorisierte Equipe de France, die in Chateaurenard noch triumphieren konnte. Das war der Finaleinzug. Im Viertelfinale des oberen Baumes schlägt Sarrios Equipe, diesmal mit Vorjahressieger Fazzino für Hureau (Mittelmeerspiele) im Team, die Equipe locale mit 13:7 und setzt sich danach gegen Michel Loys Team Wildcard ganz klar mit 13:4 durch. Das Finale sieht ein enges Duell mit den madegassischen Weltmeistern, die ganz knapp mit 12:13 den Kürzeren ziehen. Platz 1 mit 17 Punkten für Sarrio, Madagaskar holt auf. In den Barrage-Duellen der Viertelfinalverlierer gelingt der Equipe locale beim 13:12 gegen Montoro ein unerwarteter Sieg. Robineau mit Cano und Molinas holt sich beim 13:7 gegen die diesmal schwache Equipe international (Lakhal, LeDantc, Weibel) noch zwei Punkte. https://mastersdepetanque.fr/resultats-classement/
Foto: FFPJP / boulistenaute.com
2016 glaubte der französische Verband noch, daß es auch ohne den „Chef“ ginge, auch weil er sich nicht im Zenith seines Könnes bewegte. Es ging, aber nicht gut. Frankreich verlor sein 3:3-Titel-Abonnement in Madagaskar. Die FFPJP holte reumütig den zwölffachen Weltmeister Philippe Quintais und damit den Erfolg zurück. Quintais’ enorme Stabilität zeigte sich zuletzt deutlich bei der Odysée in Montpellier, als er Dylan Rocher im Finale klar die Grenzen aufzeigte. Die Europameister 2017 Henri Lacroix, Dylan Rocher, Philippe Quintais und Philippe Suchaud sind wohl die ersten Anwärter auf den 3:3-Titel bei der WM vom 13. bis 16. September in Desbiens/Kanada. http://www.boulistenaute.com/actualite-championnats-monde-petanque-dream-team-veut-recuperer-couronne-20009
Die beiden obersten DPV-Schaffner P. Zuschlag und M. Schumacher haben die Tickets zu den Frauen-EM’s, 3:3 in Palavas-les-Flots/Frankreich und TaT in Savigliano/Italien verteilt und freuen sich über den Teamspirit der nicht berücksichtigten Spielerinnen. Das 3:3-Team: Luzie Beil, Eileen Jenal, Verena Gabe und Anna Lazaridis. Zur Einzel-EM fährt Muriel Hess. http://deutscher-petanque-verband.de/das-gleis-fuer-die-em-der-frauen-liegt/
Auch zur WM 3:3 der Männer im kanadischen Desbiens/Quebec haben die DPV-Eisenbahner "die Weichen gestellt". Raphael Gharany, Sascha Löh, Moritz Rosik und Robin Stentenbach reisen zum Lac-Saint-Jean. Der deutsche Tir-Rekordmann Manuel Strokosch bekam einen Fahrschein zur EM TaT in Savigliano. Die Nominierten reisen mit stattlichem Gepäck, denn die von den Kondukteuren zum Ausdruck gebrachte Hoffnung auf Rückzahlung des Vertrauens wiegt schwer. http://deutscher-petanque-verband.de/erste-weichenstellungen-fuer-die-wm-in-kanada/
Nachtrag: Dazu eine Interview mit Bundestrainer P. Zuschlag auf Petanque aktuell. https://petanque-aktuell.de/hintergruende-der-wm-nominierung/
Jannik Schaake, Petanquespieler aus Mannheim beklagt, daß es in Deutschland „keine Seite gibt, die aktuelle Informationen über laufende und kommende Ergebnisse liefert“. Mit Petanque aktuell soll sich das nun ändern. Der sehnsüchtig wartende Fan und Besucher „soll alle Informationen erhalten, die er benötigt und noch vieles mehr“. Deutschlandweit sollen aktive TOP-Spieler ihre Erlebnisse und Ergebnisse zeitnah auf der neuen Website kundtun. Jannik setzt auf ein bundesweites Netzwerk boulenden Schreiber oder schreibender Bouler. Wir erhoffen das Beste und daß zu viele Köche nicht den Brei verderben. Der DPV hat anlässlich der DM 3:3 schon mal ganz avantgardistisch auf einen eigenen Bericht verzichtet und auf die neue Website ausgelagert. https://petanque-aktuell.de/
Sönke Backens zeigt uns wie ein richtig schöne Bogenlampe geht. Naja, bei so einem Ambiente ..... https://www.youtube.com/watch?v=nFwt5xjfdeo