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Sebastian Lechner zuletzt in Doppelfunktion als Sportdirektor und Bundestrainer im DPV tätig, verliert sein Amt als oberster Petanque-Übungsleiter und wird zum Co-Trainer zurückgestuft.

Lechner war nach zweijähriger Amtszeit als bayerischer Verbandspräsident im Gefolge des derzeitigen DPV-Vorstehers Dörhöfer zum deutschen Dachverband gekommen und überlebte als Einziger den fehlgeschlagenen dörhöferschen Versuch, das DPV-Trainerwesen im Seniorenbereich zu bajuwarisieren.

Der Oettinger, seit 2021 mit Trainerschein B ausgestattet, war u.a. verantwortlich für das Team 55+, für die Damenmannschaft und zuletzt für m/w. Der erste große Auftritt 2019 bei der WM Damen in Kambodscha mißriet, zuletzt teilte sich Lechner mit Damentrainer Backens das Coaching bei den Weltmeisterschaften in Dänemark. Beim Großereignis WM 3:3 im November 2021 fehlte er aus gesundheitlichen Gründen, seine Aufgabe nahmen damals Kaderspieler Tobias Müller und der Zwölfmonats-Sportvize Roderig wahr.

Neuer Bundestrainer Herren ist nun der mehrfache Deutsche Petanquemeister und Kaderspieler Sascha Koch, bislang angestellter Referent für Leistungssport. Auf „Empfehlung“ des DOSB, wie es im DPV-Bericht heisst. Damit ihm eine Doppelbelastung auf längere Sicht erspart bleibt, sucht man im DPV nun einen neuen Leistungssportreferenten.

Lechner hingegen übernimmt kommissarisch, das wäre seine dritte Funktion im Verband, den Posten des Vizepräsidenten Sport, bis der für diese Funktion angekündigte Mister X bei der nächsten Wahlversammlung auf den Plan tritt und sich wählen lässt.

Das personelle Durcheinander speziell im Sportbereich beim DPV geht weiter, von sorgfältig geplanter, durchdachter und nachhaltiger Personalpolitik weiterhin keine Spur. Einzige Konstante, die nebulösen Geschichten der Kommunikationsabteilung die das Personalwimmelbild blumig umschreiben. Quelle DPV

 


Nach dem DPV-Ländermasters für Jugendliche in Bad König, das die bayerische Auswahl in der AK Ü18 für sich entscheiden konnte, steht im BPV das nächste große Ereignis im Jugendbereich an. Der PC Burgthann ist auf seiner Anlage an der Mimberger Strasse am 26. Mai 2022 Gastgeber der Bayerischen Meisterschaft Jugend/Erwachsene (2:2).

Ein Kind, bzw. eine Person unter 18 Jahre und eine erwachsene Person (über 18 ) bilden jeweils ein Team. Zwar gilt grundsätzlich Lizenzpflicht bei Bayerischen Meisterschaften, der BPV ermöglicht Kindern und Jugendlichen aber ein „Schnupperjahr“, das heisst Teilnahme an allen BPV-Jugend-Veranstaltungen innerhalb eines Jahres, ohne im Besitz einer Lizenz zu sein.

Und wer weiß, vielleicht avancieren die Teilnehmenden der BM in Burgthann zu echten Videostars. Veranstalter PC Burgthann möchte während des Turniers einen Werbefilm drehen, der im Netz Kinder und Jugendliche für das Petanque begeistern soll.

Nähere Informationen auf der Homepage des BPV

 


Das Bundeministerium des Innern und für Heimat gibt viel Steuergeld für die deutschen Bundessportfachverbände aus. Berechnet werden die Zuwendungen nach den Jahres- und Strukturplänen der Empfängerorganisationen. Das BMI veröffentlicht die ausgeschütteten Summen auf seiner allgemein zugänglichen Homepage.

Gefördert werden unter anderem zentrale Trainings- und Leistungsmaßnahmen, die gezielte Vorbereitung auf internationale Wetkämpfe im In- und Ausland, wie Weltmeisterschaften und World Games. Auch die Vergütung von Leistungssportpersonal wird unterstützt.

Wie aus der Veröffentlichung des BMI hervorgeht, hat die Bundesregierung im Jahr 2021 insgesamt 102.074.078 € in die Förderung der Spitzenverbände und des Spitzensports gesteckt. In Genuß der Gelder kamen olympische Sommer- und Wintersportarten, vorübergehende olympische Sportarten sowie nichtolympische Sportarten, wie beispielsweise der Deutsche Boccia-, Boule- und Petanque Verband (DBBPV) dem der Deutsche Petanqueverband (DPV) und der Boccia Bund Deutschland (BBD) angehören.

Die Fördersumme (IST-Zahlen) für den DBBPV, die laut BMI-Liste nur dem Petanque zugeflossen ist, belief sich in 2021 auf 191.156.55 €. 2020 lag der Förderbetrag bei über 205.000 €.

Für das Jahr 2022 hat das BMI (neue Besen kehren gut) bereits die SOLL-Zahlen veröffentlicht. Die Fördersumme für den DBBPV (wieder nur Petanque) beläuft sich auf 278.445,00 €. Die angegebene Summe kann sich durch Nachbewilligungen oder Rückflusszahlungen noch verändern. Verbindliche IST-Zahlen für 2022 können laut BMI erst Anfang 2023 veröffentlicht werden.

Die genannten Zahlen umfassen lediglich Gelder des BMI explizit für die Förderung der Spitzensportverbände. Wie DBBPV und DPV die Gelder im Einzelnen verwenden und welche Zuschüsse aus öffentlicher Hand noch in das Petanque geflossen sind, ist wegen fehlender Veröffentlichungen der Geldempfänger nicht bekannt.

Fördersummen (IST) 2013 bis 2021

Fördersummen (SOLL) 2022

Quelle: BMI

petanque boule


Unter dem Titel „Die Jugend hält den Verband am Leben“ hat der DPV vom Jugendverbandstag und der Wiederwahl des DPV-Vizepräsidenten Linus Schilling berichtet. Bericht DPV

Ist nicht eher das Gegenteil der Fall und der Verband hält seinen Jugendbereich am Leben? Von insgesamt 22994 (Stand Ende 2020) Verbandsangehörigen sind lediglich 636 im jugendlichen Alter 2,77%). Bezogen auf 717 registrierte Vereine bedeutet dies 0,9 Jugendliche pro Verein. Gegenüber 2019 hat der DPV zudem 15,8% seiner jugendlichen Angehörigen verloren, die Tendenz geht seit Jahren nach unten, während der Gesamtverband wächst. Über 55 Jahre alte Männer und Frauen bilden mit 15778 Individuen das Wachstumssegment im DPV und sichern mit einem Anteil von fast 70% an der Gesmtmitgliederzahl die Zukunft und die Existenz des Verbands und prägen das Bild des Petanque nach aussen. Petanque-Jugend führt im DPV ein Schattendasein und hat eher die Aufgabe den Anschein eines vollwertigen Sportverbandes gegenüber DOSB und der Politik zu erwecken. DPV-Statistik 2020

In DPV-Vorständen tut man sich grundsätzlich schwer mit den Begriffen „Kinder-, Jugend-, Schul- und Breitensport, das Feld ist einigen wenigen Idealisten in Vereinen und Landesverbänden überlassen. Dem DPV fehlen Ideen, geeignete Strategien, Konzepte, einfach der gesamte gedankliche Unterbau und ganz offensichtlich das Personal um Wirkung in Politik und Gesellschaft zu entfalten für ein lebensfähiges Jugend-Petanque, das tatsächlich einmal den Verband am Leben halten könnte. petanque boule

PS: Ein Blick auf die Homepage der CEP (Europ. Petanque Verband) weist für das Jahr 2021 einen Anstieg um 23 auf nunmehr 659 jugendliche Verbandsangehörige im DPV aus, bei einer Gesamtzahl von 23.107 Individuen (2,85%). Der Anteil der Personen Ü55 stieg um 481 auf 16.259. Die neueren Zahlen bei der CEP zeigen keine grundsätzlichen Veränderungen im Verhältnis der Altergruppen. Die neueren Zahlen nur bei der CEP zeigen aber auch, dass die Information der eigenen Verbandsangehörigen beim DPV keine Priorität hat.

 


Submarine sunk

 

Die charakteristischen gelben Plakate waren das optische Markenzeichen der Turnierreihe „Grand Prix d’Allemagne“ die eine Vielzahl renommierter deutscher Petanqueturniere unter ihrem Dach vereinigte.

Weil für die Teilnahme an diesen Turniere keine Lizenz erforderlich war, konnte man den GPdA auch als freie, ernstzunehmende und ungebundene Konkurrenz zum DPV und seinen lizenzpflichtigen Meisterschaften und Ranglistenturnieren sehen.

2019 im letzten noch komplett absolvierten Turnierjahr vor der Pandemie las ein überraschtes Publikum auf jedem dieser Plakate, dass sich die Welt sowieso und der GPdA Richtung DPV bewegt. Gleichzeitig tauchten vereinzelt lizenzpflichtige Turniere im Kalender des GP auf.

Was diese Annäherung im Einzeln bedeutet hätte, versuchte der Verfasser dieses Beitrags damals von Martin Beikirch, Komiteemitglied und Hauptverantwortlichem des GP zu erfahren. Der wollte, konnte oder durfte selbst aber keine Auskunft über diese Interna geben, verwies stattdessen auf das andere namhafte GPdA-Komitee-Mitglied als Informationsquelle. Dort mochte der Verfasser wiederum nie nachfragen.

Die zweifelsfrei vorhandenen Pläne des DPV mit dem GPdA drangen jedenfalls nie ans Licht der Öffentlichkeit. Die Frage nach einem deutschen Masters de Petanque oder einer Turnierserie a la PPF wurde nie beantwortet.

Ist das schnittige gelbe U-Boots letztlich durch eine Kollision mit der Fregatte DPV gesunken? Es darf spekuliert werden. Jedenfalls liegt das Ranglistenflaggschiff des DPV auch ziemlich ramponiert auf dem Trockenen, das dürfte aber eine andere Ursache haben.

 


Lediglich 22 der 76 im BPV organisiereten Vereine (29%) schickten Delegierte nach Zirndorf zur Neuwahl des Vorstands bei der OMV 2022 und offenbarten damit auf ziemlich drastische Art, dass sie mit dem Treiben des Personals an der Verbandsspitze nichts zu tun haben wollen.

Eine schmälere Beteiligung bei einer ordentlichen Mitgliiederversammlung, gab es noch nie in der Geschichte des weissblauen Petanqueverbandes. Ein BPV-Bericht spricht trotzdem von positiver und konstruktiver Stimmung und sieht die Pandemie als Ursache für den Boykott.

Eine „hybride“ Versammlung (Online/Präsenz) soll in Zukunft eine regere Teilnahme ermöglichen.

Wie gut, dass es Corona den bewährten Universalsündenbock gibt. Funktioniert allerdings nicht immer. Ein paar Tage vor der OMV vermochte eine pandemiegerechte Onlineversammlung zum derzeit hochbrisanten und kontrovers diskutierten Thema Satzungsneufassung gerademal ein Dutzend Vereine zu "begeistern"!

Ob für die befremdlich Entfremdung im Verband wohl andere Gründe vorliegen?

 


dijon2024

Die FIPJP hat nun den Termin für die Petanque-Weltmeisterschaften Seniors 3:3 und im Präzisionsschiessen im burgundischen Dijon veröffentlicht.

Vom 5. bis 8. Dezember 2024 spielen die Vertretungen aus 46 nationalen Verbänden die beiden Titel aus.

Nach dem leicht erregbaren Stier der spanischen Veranstalter und dem zappeligen Eichhörnchen der WM in Benin gibt das abgebildete Tier vor senffarbenen Hintergrund, das die burgundischen Veranstalter als Maskottchen geschaffen haben, Rätsel auf.

Könnte die Kreatur ein kurznasiger Eisbär sein, wegen des späten Veranstaltungszeitraums im Winter? Eventuell ein krallenloses Albinofaultier, angelehnt an die meist gemächliche Gangart der Petanqueurs oder vielleicht ein schwanzloser burgundischer Trüffelsuchhund mit Faltohren, der den ultimativen WM-Trüffel gefunden hat? Schwer zu beantworten, diese Fragen.

Freundlich und entspannt guckt es ja, das Tierchen. Quelle: FIPJP

 


Beim turnusgemäßen Treffen der im Bayerischen Landes Sportverband (BLSV) organisierten Sportverbände im oberbayerischen Bad Aibling am vergangenen Wochenende, wurde bekannt, dass der Bayerische Sportkegler- und Bowlingverband (BSKV) eine lange diskutierte und geplante Erweiterung in die Tat umsetzen will.

Wie wir von Nils Deichner, dem kommissarischen Vizepräsident Öffentlichkeit im Bayerischen Sportkegler- und Bowlingverband (BSKV) erfahren konnten, nehmen Bayerns Sportkegler die Sparte Petanque in ihren Verband auf.

Petanque wäre damit neben Bahnkegeln und Bowling die dritte Präzisions-Kugelsportartart im Verbandsgefüge. Nils Deichner: „Wir sind eine gut vernetzte, seit Generationen etablierte und bestens organisierte Sportart und haben alleine in Bayern fast 40.000 Mitglieder. Die ca.1500 organisierten BPV-Petanquer interessieren uns aber nicht so sehr und würden auch im Gesamtverband nicht sonderlich ins Gewicht fallen.

Vielmehr sieht man im BSKV, die Sportart Petanque als attraktive Freiluft-Ergänzung und Ausgleich zu den existieren Bahnsportarten Kegeln und Bowling und rechnet mit vielen Sportler*Innen die in Zukunft zweigleisig fahren und in einem Verband kegeln und boulen wollen. Weil ja die Querverbindugen zwischen Kegel-, Bowling- und Petanquesport jetzt schon enorm sind, sieht man das Vorhaben als logischen Schritt.

Zwar will man, so Deichner, dem BPV aktiv keine Mitglieder abwerben, als Zuckerl für wechselwillige Vereine im Bayerischen Petanqueverband kann man eine fünfjährige Beitragsfreiheit aber schon sehen.

"Unser absolutes Plus jedoch, erläutert der Vizepräsident Öffentlichkeit, sind natürlich all die Vorteile die ein großer, professionell geführter und bestens bezuschusster Sportverband im Bayerischen Landessportbund bieten kann". Deichner: "In Bayern ist Kegeln Volkssport, wir sind politisch und gesellschaftlich bestens vernetzt, dies kommt nun auch dem Petanquesport zupass. Die Frage, welchem Dachverband will ich angehören, wird sich binnen kurzer Zeit nicht mehr stellen."

Quelle: lkv

April, April • Was die bayerischen Sportkegler- und Bowler in Zukunft noch vorhaben wissen wir natürlich nicht, also ist die Meldung erfunden oder zumindest mehr als voreilig. Auch ein Verbandstreffen in Bad Aibling gabe es nicht. Wir haben auch keine Infos von Nils Deichner bekommen. Aber, das ist jetzt nicht ausgedacht, er ist neben seiner Eigenschaft als Mitglied des Sportausschusses im BPV auch tatsächlich komm. Vizepräsident im BSKV.

 


Ordentliche Mitgliederversammlung im BPV am 3. April in Zirndorf •

Die Neuwahlen zum Vorstand und die Verbandssatzung sind die bestimmenden Themen der Ordentliche Mitgliederversammlung des BPV am Sonntag im mittelfränkischen Zirndorf.

Unter TOP 9 steht die Vorstellung der Kandidaten in sage und schreibe 15 Minuten auf dem Plan. Wer sich für die insgesamt 9 Ämter dem Votum stellt, ist nicht bekannt. Niemand hat sich im Vorfeld als Kandidat zu erkennen gegeben, geschweige denn ein Konzept für das jeweilige Amt der Petanque-Öffentlichkeit vorgestellt. Es ist zu befürchten, dass die Posten intern bereits ausgeschnapst wurden und die Delegierten, siehe oben 15 Minuten, alles brav abnicken dürfen. "Hamma imma so gmacht".

Von den derzeit aktiven Vorständen sind lediglich Vizepräsident Ress, Jugendreferent Moritz und Schriftführerin Herrmann durch die Mitgliederversammlung direkt gewählt. Präsident Schaaf, Kassenwartin Rall, Schiriobmann Runz, Sportwart Eckl und Pressewart Schoon sind ohne Votum durch die Verwerfungen der letzten Zeit zu ihrem Amt gekommen. Der Posten des Breitensportreferenten ist unbesetzt.

Viele Vereine werden der OMV fernbleiben, die Entfremdung zwischen Vorstand und einer großen Zahl an Mitgliedern ist groß. Spontane Kandidaturen, Kampfabstimmungen, ein Wettstreit der Konzepte sind in diesem BPV nicht zu erwarten. Vielleicht sollte man es schon als großen Erfolg bewerten, wenn die Gewählten, wer immer das sein mag, auch irgendwann im Registereintrag erscheinen.

Mit der aktualisierten Tagesordnung vom 26. März bleibt den BPV-Mitgliedern nun ein echter Aprilscherz erspart. Der Satzungsentwurf dem das bayerische Verbandsvolk in einer schriftlichen Abstimmung im Februar die nötige 2/3-Mehrheit verweigert hat, steht nicht, wie ursprünglich von Präsident Schaaf geplant erneut zur Abstimmung. Mittels „Onlinediskussion“ mit Vertreter*Innen von 12 der 76 bayerischen Mitgliedsvereine versuchte sich der Präsident die Legitimation zu verschaffen, das legale Votum der Mitgliederversammlung über den Haufen zu werfen.

Zwar steht noch eine Menge unterschiedlichster Anträge zur Satzung auf der Tagesordnung, die Vereinsvorstände des TSV Röthenbach und des PC Burgthann haben ganz offensichtlich mit ihren Vorstößen, die neuerliche Satzungs-Abstimmung von der Tagesordnung der OMV zu streichen, schon vor Beginn der OMV Erfolg gehabt. Eine Verabschiedung des NRW-Plagiats steht nun nicht mehr auf der Tagesordnung, ein entsprechender Antrag findet sich nicht mehr in der Liste.

Wie das nun mit der Satzung weitergeht ist unklar. Eine saubere nachträgliche Aktualisierung der jahrelang verschlampten Beschlüsse und Registereinträge hätten dem BPV ohne viel Aufwand längst wieder zu einer funktionierenden Satzung verholfen und allen Beteiligten viel Ärger erspart. Warum stattdessen im Schatten der Pandemie die Verbandsdemokratie mit dieser unsäglichen Satzungsgeschicht grob beschädigt werden musste, können nur die Verantwortlichen beantworten.

Petanque hat in Bayern mit seinen fast 14 Millionen Einwohnern ein unvergleichliches Potenzial als Sport für ALLE. Die mickrigen anderthalbtausend mehrheitlich ältlichen Verbandsangehörigen die dem BPV anhängen, sind schlagender Beweis, dass die Verbandsverantwortlichen all die Jahre, ihre in der Satzung verankerte Aufgabe, die Förderung des Petanquesports, grob vernachlässigt haben. Genau hier müsste eine neue und moderne Verbandsordnung ansetzen. Der BPV sollte sich zu schade sein, seine Grundordnung irgendwo abzukupfern.

 


Vier Wochen vor Start der Südbayernligen im BPV stehen nun die Termine und Spielorte fest:

SA 23.04.2022 Kochel am See / 1. Spieltag BZOL, BZL und KL Staffeln A und B / Volles Catering
SA 28.05.2022 Schwabmünchen / 2. Spieltag BZOL / Getränkeverkauf
SO 29.05.2022 Germering SV / 2. Spieltag BZL / Restaurant vor Ort
SA 18.06.2022 Augsburg Lechhausen / 2. Spieltag KL Staffel A / Volles Catering
SA 18.06.2022 Sauerlach / 2. Spieltag KL Staffel B / Minimaler Getränkeverkauf
SA 02.07.2022 Weilheim. 3. Spieltag BZOL, BZL, KL Staffeln A und B / Leichtes Catering.

Eine Anmerkung sei erlaubt: Auch dieses Jahr behandeln die zeitprivilegierten Terminwächter die Hobby- und Breitensportler der unteren Ligen wie Profis, für die sich alles um Petanque dreht. Mit Ausnahme des 2. Spieltags der Bezirksliga, der vom SV Germering an einem SONNTAG ausgetragen wird, finden alle anderen Veranstaltungen an SAMSTAGEN statt. Dadurch wird, wie schon häufig beklagt, wenig Rücksicht auf Spieler*Innen genommen, für die der Samstag Ver- und Besorgungstag oder Arbeitstag ist. Auch die Ansetzung der Spieltage so zeitig im Jahr nimmt wenig Rücksicht auf die große Zahl jener Freizeit-Petanquerinnen, die im Winter nicht oder wenig trainieren wollen oder können und die wärmere Jahreszeit brauchen um in Form zu kommen. Auch hier besteht Diskussions- und Nachdenkbedarf.

 


Fast 11 Monate nach dem Eintrag ins waadtländische Vereinsregister tritt der neue Kugelsport-Weltverband nun auch ans Licht der Internet-Öffentlichkeit.

Auf der immer noch unvollständigen Homepage der WPBF/FMBP können jedoch Satzung, Geschäftsordnung und andere Regularien, vorerst nur in französischer Sprache, eingesehen werden. Auch ein Protokoll des ersten Kongresses und der sogenannten Wahlversammlung in Santa Susanna im November 2021 steht zur Lektüre bereit.

Die Nachfolgeorganisation der 2020 aufgelösten CMSB wird von Funktionären aus dem Bereich des Petanque, allen voran Claude Azema, beherrscht und hat nationale Kugelsport-Gesamtverbände als Unterbau. Die internationalen Fachverbände FIB, CBI und FIPJP, ehemals Träger des alten Weltverbandes, sind in der neuen Verbandskonstruktion nur noch assoziierte Mitglieder (Collèges).

Nachtrag 24.03.2022: Zwischenzeitlich sind mehr Inhalte einzusehen, wie bspw. die Liste der Mitgliedsverbände. Es fällt auf, dass Russland noch als Mitglied geführt wird und die Republik China (Taiwan) in der vom IOC gestrickten und von den kommunistischen Machthabern Festlandschinas abgesegneten Lesart "Chinese Taipei" gelistet ist. Frankreich hat mit der FFPJP und FFSB zwei Mitgliedsverbände und Deutschlands Boccisti sowie der vom DOSB anerkannte DBBPV werden zugunsten des DPV gänzlich ignoriert.

Quelle: WPBF

 


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Foto links: Vartan Berberian, armenews.com

 

Vartan Berberian, französisch-armenischer Ingenieur, Erfinder und Bouleenthusiast ist vor zwei Tagen im Alter von 97 Jahren gestorben.

Die legendäre Boule VMS Plot, den genagelten alten Holzkugeln nachempfunden hat er realisiert, wie auch die Nachfolgerin MS Tortue. Das raffinierte Inneneleben der MS-Kugeln mit Stegen, die den Rückprall erfolgreich abdämpfen, ist seine Erfindung, ebenso die für ihren absoluten Gleichlauf berühmten IRIS-Kugeln des italienischen Herstellers Boulenciel oder die jeweils für Links-und Rechtshänder konzipierten Boules des gleichen Herstellers, die seinen Namen tragen.

Foto rechts: petanqueamericaopen

VMS plot

Eine bedeutende Erfindung Berberians, wenn es denn neben Petanquekugeln etwas Wichtigeres geben sollte, eine spezielle Zugkupplung, hält die Waggons des TGV und anderes technisches Großgerät sicher zusammen.

Auch als Schriftsteller trat Berberian mit der Autobiographie „Le figuier de mon père“ in Erscheinung. Das Zitat "Der Wille ist nur das Kind des Wunsches aber die Mutter der Macht", stammt aus seiner Feder.

Weltverbandspräsident C. Azema war sich nicht zu schade, höchstpersönlich einen Nachruf auf den Verstorbenen zu verfassen.

Quellen: armenews, boulistenaute, fipjp, div.

 


Der Russische Petanqueverband hat auf seiner öffentlich zugänglichen Homepage bereits am 26. Februar 2022, kurz nach dem Überfall russischer Militärverbände auf die Ukraine folgenden Aufruf veröffentlicht:

 

Krieg in der Ukraine

Freunde, ihr solltet wissen, dass in der Ukraine gerade ein regelrechter Krieg herrscht, dass die Menschen ihre Häuser verlassen und in Kellern und Unterführungen leben, dass unsere Freunde und ihre Lieben, unsere Verwandten dasselbe durchmachen müssen wie unsere Großväter und Urgroßväter im Krieg von 39-45. Die Zahl der Todesopfer geht in die Tausende.
Menschen sterben auf beiden Seiten....

Dies ist keine Wiederholung der Informationen von jemand anderem, sondern die direkte Erfahrung unserer Freunde, mit denen wir Dutzende von Jahren zusammen gespielt haben...
Sie, unsere Freunde, brauchen unsere Unterstützung, und es ist wichtig, dass Sie wissen und verstehen, dass ein Krieg zwischen dem angreifenden Russland und der sich verteidigenden Ukraine herrscht.

 

Wir haben den Text mit DeepL-Translator übersetzt. Wir wurden durch einen Beitrag auf ptank.de auf die o.a. Veröffentlichung aufmerksam. Ein Kommentar erübrigt sich, jedem Leser dürfte klar sein, welch hohes Risiko die Verfasser*Innen des Aufrufes eingehen. Unsere Solidarität und unser Mitgefühl sollte ALLEN Leidenden in diesem Krieg gelten, egal auf welcher Seite. Auch russische Petanque-Spieler*Innen sind unsere Freunde, der Krieg richtet sich auch gegen sie.

 


Nach den offiziellen Veröffentlichungen von DOSB, FIPJP und CEP zur Sperre russischer und belarussischer Sportverbände und Sportlerinnen zeigt man sich auch in DPV-Kreisen empört und spricht in einem redaktionellen Beitrag auf der Verbandhomepage vom „Krieg gegen unsere Freunde“.

Der Verfasser macht sich die Formulierung von FIPJP/CEP zu eigen, dass eine Sperre russischer und belarussischer Sportverbände und Athletinnen so lange aufrecht erhalten werden soll, „bis eine normale und friedliche Situation in und für die Ukraine wieder hergestellt ist“ und bemerkt im Plural, dass „wir uns mit dem DOSB darin einig sind, daß weltweite Sanktionen auf allen gesellschaftlichen Felden umso wirksamer sind, je mehr Akteure sich daran beteiligen“.

Ob man im DPV über diese verständliche Empörung hinaus einen eigenen offiziellen Standpunkt entwickelt hat und sich in irgendeiner Form an den Sanktionen beteiligen möchte, geht aus dem Bericht nicht hervor. Eine verbindliche Positionierung, eine Stellungnahme, eine Erklärung, ein Beschluss zum Themenkomplex seitens des Verbandspräsidiums ist nicht bekannt.

Quellen: DPV, FIPJP, CEP


Die FIPJP veröffentlichte auf ihrer Homepage:

Der Vorstand der FIPJP unter der Leitung von C. Azema hat im Beisein der ukrainischen Verbandspräsidentin Olena Kolodiy und des Präsidenten der Europäischen Petanque Föderation, Mike Pegg, in einer dringlichen Online-Sitzung am 1. März 2022 mit sofortiger Wirkung beschlossen:

  1. die Mitgliedschaft der Landesverbände Russlands und Belarus’ im Petanqueweltverband FIPJP auszusetzen (suspend) und
  2. die Athleten dieser Verbände von allen Wettkämpfen auszuschliessen (exclude), bis eine normale und friedliche Situation in der Ukraine wiederhergestellt ist*, beginnend mit den Weltmeisterschaften im Einzel, Doppel - Damen und Herren - und gemischten Doppel, die vom 11. bis 15. Mai in Karlslunde (Dänemark) stattfinden werden, sowie den World Games, die vom 7. bis 17. Juli in Birmingham (USA) geplant sind.**

Parallel wurde auf der Homepage der CEP

ein „Statement regarding the situation in Ukraine“ veröffentlicht:

In Übereinstimmung mit der Empfehlung des IOC haben die FIPJP und die CEP gemeinsam beschlossen, dass Russland und Weißrussland ab sofort und bis auf weiteres von der Teilnahme an unseren Veranstaltungen ausgeschlossen werden sollen.
Mit dieser Maßnahme bekräftigen wir unsere volle Solidarität mit allen betroffenen Menschen in der Ukraine.
Wir werden die Situation weiterhin genau beobachten und können unsere Entscheidung im Einklang mit künftigen Empfehlungen und Maßnahmen des IOC und der FIPJP anpassen.

Confédération Européenne de Pétanque

*) Der Text lässt offen, wie eine normale und friedliche Situation in der Ukraine definiert wird und verurteilt den russischen Überfall auf die Ukraine nicht.

**) Der Ausschluss der russischen und belarussischen Sportler kann sich nur auf Veranstaltungen der FIPJP/CEP beziehen, wie es in der CEP_Mitteilung steht.  Mit den Worldgames haben FIPJP und CEP direkt nichts zu tun, hier ist die FMBP als Nachfolgerin der CMSB zuständig, die hat aber keine funktionierende öffentliche Verkündungsplattform und ist noch nicht vom IOC anerkannt. Ob der Beschluss internationale Veranstaltungen im Bereich der Mitgliedsverbände einbezieht, oder die nat. Petanqueverbände eigene Beschlüsse fassen müssen, ist nicht klar.


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Le Zénith de Dijon, Bühne für die Petanque-WM 2024? Foto: zenith-dijon.fr

 

Wie Sportmag.fr berichtet, hat sich der Französische Verband FFPJP für die Ausrichtung der Petanque-Weltmeisterschaften 2024 in Frankreich beworben. Damit soll Petanque trotz der verpassten Olympiateilnahme doch noch einen großen Auftritt im Olympiajahr in Frankreich bekommen.

Der Austragungsort steht noch nicht fest, Neben Fréjus sind auch Dijon, das mit Le Zenith de Dijon eine Arena für 5.000 Zuschauer anbieten könnte und Ajaccio im Gespräch. Auch der ehemalige Olympiaort Albertville sowie Clermont-Ferrand, bekannt als Mastersgastgeber, rechnen sich Chancen aus.

Eine Entscheidung soll am 23. März 2022 fallen.

 


Frankreichurlaub 2022? Wann wohin? Die diesjährigen Etappenorte der Masters de Petanque 2022 bieten sich als attraktive Reiseziele an.

Anglet im französischen Baskenland und Saint-Gilles-Croix-de-Vie am Atlantik sind Veranstaltungsneulinge, St. Tropez, Thaon-les-Vosges, Six-Fours-les-Plages, Trévoux und Nevers, nicht weniger schöne Reiseziele haben bereits Praxis in der Ausrichtung einer Masters-Turnieretappe.

Der Austragungsort für das Final Four wurde noch nicht festgelegt, eine Überraschung wartet also noch.

Etappe 1 Anglet 15./16. Juni
Etappe 2 Saint-Tropez 22./23. Juni
Etappe 3 Saint-Gilles-Croix-de-Vie 29./30. Juni
Etappe 4 Thaon-les-Vosges (jetzt Capavenir Vosges) 20./21. Juli
Etappe 5 Six-Fours-Les-Plages 27./28. Juli
Etappe 6 Trévoux 17./18. August
Etappe 7 Nevers 24./25. August
Final Four XXXX 30./31. August

Quelle:sportmag

 


Nein, sie sind nicht weg! Für eine bessere Übersichlichkeit haben wir die Beiträge und Zuschriften, die sich mit der zur Abstimmung stehenden Verbandssatzung befassen, unter der Rubrik Information (Graue Zeile im Header) in Reih und Glied eingeordnet.

Neue Zuschrift am 9.Feb.

 


Das Thema Neufassung der Verbandssatzung bewegt im BPV die Gemüter. Viele Bestimmunge erzeugen Widerspruch und Kritik, aber auch die Form der Präsentation sowie der Ablauf der Abstimmung rufen Befremden und Unbehagen hervor.

Bei den Betreibern dieser Seite wurde angefragt ob Qlaq.de nicht als unabhängige Plattform für Stellungnahmen, Meinungen und Meinungsaustausch fungieren könne.

Qlaq.de kann das tun und hofft damit eine öffentliche Diskussion zum vorliegenden Thema unterstützen zu können.

Alle Zuschriften zum Thema oder zur entsprechenden Berichterstattung auf Qlaq.de finden Berücksichtigung und werden umgehend, unverändert und unkommentiert veröffentlicht.

 

Zuschrift vom 09. Februar: Michael Gallenberger, ehem. BPV-Breitensportreferent

Zuschrift vom 31. Januar: Volker Schmidt, BC Würzburg e.V.

Zuschrift vom 30. Januar: Uwe Grossberger, ehemaliger BPV-Präsident

Zuschrift vom 28. Januar: Gottfried Schaaf, kommissarischer BPV-Präsident

 


Ein Vergleich ergibt, dass es sich beim BPV-Satzungsentwurf des BPV weitgehend um eine Kopie der Satzung des BPV-NRW handelt.

In Mails vom 13.12.2021 und 25. 01.2022 an die Mitgliedsvereine des BPV spricht Antragsteller Gottfried Schaaf davon, dass sich der BPV-Entwurf „an anderen überarbeiteten Satzungen anderer Landesverbände und des DPV“ orientiert, stellt ihn aber andererseits als Kompromiss vieler Meinungen dar und spricht von eingearbeiteten Anregungen und Ergänzungen.

Eher euphemistische Aussagen, denn es fällt schwer beim bayerischen Satzungstext im Vergleich zum NRW-Papier einen essenziellen, originär bayerischen Ton zu erkennen. Vielmehr drängt sich der Eindruck auf, dass der Organisation des bayerischen Pétanquesports durch Angleichung seiner Rechtsgrundlagen an anderswo bestehende Vorschriften der Charakter geraubt* wird. Auf wessen Veranlassung auch immer.

Welche Funktion der vom BPV-Präsidenten zur Jahresmitte 2021 persönlich ausgewählte und intransparent agierende Arbeitskreis „Satzung“ bei diesem Entwurf hatte, wird nicht klar.

Tatsächlich finden sich nun NRW-Bestimmungen im bayerischen Wahlvorschlag, die den Vorständen eine große, teils unkontrollierte Machtfülle einräumen und andererseits den Mitgliedern Lasten aufbürden und ihre demokratischen Rechte beschneiden.

Die NRW-Satzung wurde 2020 unter Pandemiebedingungen verabschiedet und ist wohl, wie nun auch in Bayern geplant, ohne fruchtbare öffentliche Debatte „durchgewunken“ worden. Es scheint, daß die Covid-Erleichterungbestimmungen vielerorts im Vereinswesen dafür genutzt werden um an Kontrollen vorbei zum Ziel zu gelangen.

Der BPV-Vorstand hat bereits im Vorjahr im Vorfeld der Online-MV unter verworren-verwirrenden Umständen und mit falsch ausgelegten Bestimmungen eine kleine Satzungsänderung hopplahopp durchgedrückt, die den Vorstand ohne Angabe von Gründen und Nachweis einer Notwendigkeit zur Einberufung von Online-Mitgliederversammlung bevollmächtigt* hätte. Dass diese Vollmacht nicht rechtsgültig wurde, ist leider nicht der Wachsamkeit der Mitglieder, sondern ausschließlich der jahrelangen Schlamperei der BPV-Vorstände bei der Pflege der Registereinträge zu verdanken.

Ob die bayerischen Vereine diesmal vorsichtiger mit ihren Stimme umgehen? Berichte über Vereinsvorstände, die über die Köpfe ihrer Vereinsmitglieder hinweg IHRE Meinung schon kundgetan haben, lassen Zweifel aufkommen. Informelle Gespräche unter vier Augen sind jedenfalls kein Ersatz für eine offene Debatte und werden am mitgliederfeindlichen Grundton der BPV-Satzung wenig ändern.

* Der Verfasser hat die hier ursprünglich verwendeten Begriffe auf Anraten einer wohlmeinenden Seele entfernt, um eine Verlagerung der Diskussion weg von der Sache zu vermeiden.