Unübersichtlich
Die ARD Radio Recherche Sport hat recherchiert und analysiert in einer vierteiligen Serie die Sportförderung in Deutschland. "Versetzung gefährdet? Schulsport vor dem Kollaps" war der Auftakt, die weiteren Teile beschäftigen sich mit "Zu wenig Trainer, zu wenig Ehrenamtliche - Sportvereine am Limit", "Nachwuchs-Leistungssport - die Elite-Schulen des Sports reichen nicht aus" und "Spitzensportler - von wegen Profis, Athleten in Olympischen Sportarten müssen sogar 'draufzahlen'".
Die Sportförderung in Deutschland ist wegen der vielen Zuständigkeiten von Kommunen, Bundesländern und Bund schwer zu überblicken. Wer gibt an wen, wer trägt die Förderhauptlast? Antje Hoffmann, Expertin für den Nachwuchsleistungssport am Institut für angewandte Trainingswissenschaft, IAT in Leipzig beziffert das Gesamtvolumen des Bundes auf ca. 500 Millionen und meint, dass die Länder zusammen aber mindestens ebenso viel Geld in den Leistungssport stecken wie der Bund. Auch die Kommunen reklamieren die Spitzenstellung, weil sie in der Breite für den Großteil der sportlichen Infrastruktur sorgen.
Hoffmann versucht mit ihrem Team am IAT eine übersichtliche Darstellung der Förderstrukturen auf Landes- und Bundesebene. Die Bestandsaufnahme soll ein Service für die vielen Akteure in der Sportförderung sein, wobei die Höhe der Gelder offen bleibt.
Auch ein Blick über die nationalen Grenzen und auf diverse Einzelsportarten vermittelt in sogenannten Factsheets die entsprechenden Kenntnisse. Boulesport wird leider nicht geführt.
Wissen-kompakt - Factsheets Sportfoerderung
Bekannte Summen • Gelder die das BMI 2021-2024 für die Bereiche Olympisch Sommer, Olympisch Winter und Nicht-Olympisch (mit Petanque) zur Spitzensportförderung bereit gestellt hat.

Glückstreffer • "Freizeit"-Moderator Max Schmidt gibt eine gute Figur im Wurfkreis ab, beim Dreh des Bayerischen Rundfunks im Hofgarten Eichstätt, der eigentlich für den Hofgarten in München geplant war. Foto: Horlacher
Für die halbstündige Fernsehsendung "Freizeit", die sich sonnntäglich mit "Bergauf Bergab" im Programm des BR abwechselt, drehte ein Team des Bayerischen Fernsehens im Hofgarten der fürstbischöflichen Residenz Eichstätt mit Moderator Max Schmidt und Spieler*innen der SG Raspaille Eichstätt. Thema Boule/Petanque, was sonst.
Der ursprünglich von der ehemaligen DPV-Trainerin Steffi Schwarzbach initiierte Dreh mit Schmidt sollte ursprünglich im Münchner Hofgarten stattfinden, aber der BR erhielt zum gewünschten Zeitpunkt keine Drehgenehmigung in der Landeshauptstadt, sodaß der TV-Tross ins Bistum an der Altmühl auswich. Ein Glückstreffer für die SG Raspaille und ihren Vereinsvorsteher.
O-Ton Präsident Uwe Horlacher: "Ich traue mir zu behaupten, dass es noch nie einen besseren und lustigeren „Werbe“-Film für unseren Sport gab 😉"
Ausgestrahlt wird die Sendung, in der auch Stefanie Schwarzbach noch ihren Auftritt in Kochel am See bekommt, am 1. Juni 2025 um 18:45 Uhr im BR. Wer den Termin versäumt kann sich danach in der ARD-Mediathek schadlos halten.
Hier noch ein Beitrag des Eichstätter Lokalblattes zum Dreh im Hofgarten.
Korrigiert und ergänzt 18. Mai 2025
Eine neue Ausgabe Ihrer Liste der zugelassenen Wettkampf- und Trainingskugeln Labels Boules & Buts hat die FIPJP mit Datum 16. Mai 2025 veröffentlicht.
Anlaß der Neuauflage sind die Zulassung von klassischen Karbonstahlkugeln names E-KLYPS der Firma Karosek SAS aus Carpentras, unweit des Mont Ventoux. Im Onlinesortiment finden sich die Kugeln noch nicht, hingegen Indoor-Trainingskugeln aus Plastik. Karosek tritt auch als Turnierveranstalter auf, demnächst mit einem Regional Karosek "sans alcool". Durchaus nachahmenswert.
Ein weiterer relativer Neueintrag sind die mattverchromten Karbonboliden, aussen hart innen weich, der Fa. Courbe SARL aus Concarneau vom anderen Ende Frankreichs, dem Departement Finistère.
Beide Firmen, bieten auch den einschlägigen Boulekram in unterschiedlicher Gewichtung, wobei Karosek mit seiner Cochonnetkollektion "Wanted" mit Konterfeis von Höchstkriminellen wie etwa Drogenboss Pablo Escobar oder Gangsterikone Al Capone den Vogel oder genauer, die Sau abschiesst.
Abb.: Karosek

Mit einer überdimensionalen Klobrille ehrte die Fédération Française de Pétanque et de Jeu Provençal ihren sehr verdienten Petanquespieler, den 14-fachen Weltmeister Philippe Suchaud. Bei der Übergabe der hölzernen Geschmacklosigkeit, anlässlich des Coupe de France de pétanque im März dieses Jahres in Douai durch FFPJP-Präsident Michel Le Bot, behielt der als nervenstark bekannte Laureat eisern sein Lächeln bei. Foto FIPJP

Neuburg 06. Mai 2025 • Eine neue Boulebahn ist kein Findelkind sondern hat, wie man sieht, viele Mütter und Väter. Der Oberbürgermeister der Stadt Neuburg, Herr Gmehling und die 1. Vorsitzende des Petanque Club Neuburg, Frau Iris Gomez, übergeben zusammen mit weiteren Entscheidungsträger*innen des Neuburger Stadtwesens das neue Boulodrome am Volksfestplatz seiner Bestimmung. Foto: Bernhard Mahler / Bericht Neuburger Rundschau. 07. Mai 2025
Die Stadt Neuburg hat im Rahmen der Sanierung und Umgestaltung ihres Volksfestareals im Neuburger Ostend auch eine Boulebahn angelegt. Das neue Terrain auf Höhe des sogenannten Weißbiergartens bietet je nach Spielrichtung 3 oder 4 Spielbahnen. Frisch gepflanzte Bäume, die später einmal Schatten spenden sollen und ein paar Sitzbänke umsäumen die adrette Anlage. Iris Gomez, 1. Vorsitzende des Petanque Club Neuburg wird sich glücklich schätzen, ihre steten Bemühungen in Ämtern und Institutionen haben nun endlich zum Erfolg geführt.

Die geprellten Sieger der NJBB Masters, die sich ihr Ticket zu der WM in Dijon an den Hut stecken konnten. Fotos: NJBB
Die englische Website petanque365 arbeitet in einem ausführlichen und detaillierten Beitrag die undurchsichtigen, unverständlichen Vorgänge rund um die Zulassung nationaler Verbände zur Petanque-Weltmeisterschaft in Dijon/Frankreich 2024 auf und versucht eine Erklärung zu finden.
Alle Welt wunderte sich damals, als die FIPJP das Team des Niederländischen Jeu de Boules Bond, Dennis Mul, Patrick Tuaux, Milan Heiligers und Frank Schepers um die WM-Teilnahme in Dijon prellte, nach gängigen Massstäben waren die Holländer qualifiziert und stattdessen einem DPV die freundliche Einladung zusteckte, einem DPV, dessen Team sich beim Qualifikationswettkampf, der EM 2023 in Alberville, mit einem 25. Platz blamiert hatte und eigentlich bei der WM zuschauen sollte.
Die Vorgänge wurden damals von vielen Beobachtern als gravierende Unregelmäßigkeit durchaus erkannt, was sich allerdings nicht oder nur am Rand in der einschlägigen Berichterstattung im In- und Ausland niederschlug. Somit kommt dem Beitrag von petanque365 besondere Bedeutung zu, indem er in seiner Ausführlichkeit die Sprengkraft der Geschichte würdigt.
Originalbeitrag und automatische Übersetzung Google
Der Beitrag auf petanque365 wurde bereits im Oktober 2024 von Martin Hughes, einem ehemaligen Vorstandsmitglied des Englischen Petanqueverbands verfasst und berücksichtigt spätere Tatsachen noch nicht. Eine Beeinträchtigung der grundsätzlichen Problematik ergibt sich daraus jedoch nicht. Der Beitrag hat auch nichts von seiner Brisanz verloren, Sachzwänge und personelle Zuständigkeiten haben sich nicht verändert. Der Beitrag hat eine angegebene Lesezeit von 28 Minuten.
Bemerkung:
Dem englische Bericht zufolge war von Seiten der FIPJP als Begründung für die veränderten Einladungsbedingungen von Neuordnung zum Zweck größerer Gerechtigkeit bei der Zulassung zu Weltchampionnaten sowie grundsätzlichen Reformen und Neugewichtung der Zuständigkeiten die Rede. Heute fast ein halbes Jahr nach Ende des WM-Finalspiels zwischen Italien und Madagaskar zeigen sich die seit 11. November 2021 gültigen Rules Worldchampionships auf der Homepage der FIPJP unverändert, "The participating teams will come from continental qualifiers". Nichts deutet auf eine Neuordnungen und Reformen hin. In zwei Monaten richtet Spanien die Triplett-Europameisterschaft 2025 aus. Ob sie noch Relevanz für die Einladungen zu den nachfolgenden Weltchampionnats haben wird wie in den Jahren vor Dijon, ist unklar.
Gebündelte Ranglisten die verschiedenste Disziplinen und Geschlechter zusammenfassen sind als Qualifikationsmassstab für einzelne Disziplinen denkbar ungeeignet. Welche Aussagekraft hat das Ergebnis eines Mixed-Doppelwettkampfs für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit eines Männertripletts? Keine. Vielleicht hat man im Vorstand der FIPJP auch den mangelnden Sinn aggregierter Ranglisten für bestimmte Zwecke erkannt und lässt sie wieder im Orkus verschwinden, wohl wissend, dass sie einst womöglich nur dem Zweck der kurzfristigen Vorteilnahme dienten?
Der englische Beitrag hält sich mit expliziten Schuldzuweisungen zurück. Wer will, darf zwischen den Zeilen Fehlverhalten lesen, ob lässliche Sünde oder skrupelloses Bubenstück bleibt Temperamentsache. Nicht unerwähnt lässt petanque 365 die Präsenz der nutzniessenden Verbände aus Deutschland, Tschechien und der Slowakei im Vorstand der FIPJP durch die Funktionäre Dörhöfer, Dohnal, und Fernandez, unterlässt es aber, sie als verantwortliche Drahtzieher zu benennen.